Dienstag, 15. Januar 2019

"Der Kaufmann von Venedig" - Shakespeare

 

Menschliches Fleisch und Geld werden 1575 in Venedig ständig gegeneinander ausgetauscht. Personen werden zum Gegenstand finanzieller Spekulationen gemacht. Menschen sind zur Ware geworden, zu einem Tauschwert wie alles andere.
Kapital soll Kapital erzeugen. – Ein Wandel vom Grundbesitz zum Geldkapital bringt eine radikale Veränderung des sozialen Begriffs mit sich. Da in einer handeltreibenden Gesellschaft die soziale Macht vom Geld abhängt, wandeln sich die Machtverhältnisse auch ständig. Venedig ist eine Welt, in der äußerer Schein und Realität nicht zusammenpassen.
Doch Venedig ist nicht einfach eine Handel treibende Gesellschaft, es ist auch eine Stadt, die von Gruppen mit unterschiedlichen Gepflogenheiten bewohnt wird. Nichtjuden und Juden zum Beispiel, die einander nicht als Bürger betrachten, aber sich tolerieren müssen, weil beide für das Wohl der Gesellschaft unentbehrlich sind. Und diese Toleranz wird durch die Gesetze des Staates erzwungen.
Antonios Darlehen für Bassanio, das er sich bei dem Juden Shylock leiht, der seinerseits wieder ein Pfund Fleisch bei nicht zeitgerechter Rückzahlung verlangt, wird zum Beispiel nicht als geschäftliche Transaktion, sondern als Akt der Liebe behandelt. Und so wird Shylock bei seinem Bemühen Antonio eine Lehre zu erteilen zu seinem groteskem Doppelgänger.
"Der Kaufmann von Venedig" ist aber auch eine Liebesgeschichte, eben die Geschichte eines Kreditgeschäftes und ein Prozess. Es beschreibt die drei wichtigsten Codes über die sich die moderne Gesellschaft organisiert: das Geld, das Recht und die Liebe. In Shakespeare’s Stück werden diese Codes parallelisiert und aufeinander projiziert. Mit diesen drei Codes geht Peter Glockner radikal um, lässt sie gegeneinander laufen, sich gegenseitig bedingen, und gleichzeitig auch wieder auflösen.
Regie/Raum: Peter Glockner
Darstellung: Olivia Beck, Andrea Bienkowski, Patricia von Miserony, Stephanie Ott, Laura Schulze, Martin Radecke, Bernd Raucamp, Markus Riexinger, Gianni von Weitershausen   

Premiere: 

Mittwoch - 30. Januar 2019 - 19:00 Uhr

Weitere Termine: 

31. Januar bis 3. Februar 2019
Je um 19:00 Uhr



Uferstudios
Uferstr. 8/23
Badstr. 41a
13357 Berlin

Ticketreservierungen per Mail an: rmprod5903@aol.de

Freitag, 23. November 2018

Schwein Kalle kriegt Besuch

Wenn man wie Schwein Kalle gern im Dreck und Chaos lebt, sollte ein Gast - und sei es auch nur über den Winter - schon zu ihm passen. Aber ausgerechnet eine reinliche Katze?
Das kann doch nicht gut gehen. Zu fremd, zu anders ist der Andere. Es sei denn, beide wagen mit etwas Toleranz und Empathie eine außergewöhnliche Freundschaft.

Eine amüsante und lehrreiche Geschichte für Kinder ab 4 Jahren.
Regie: Cornelia Birkfeld
Mit: Christian A. Hoelzke, Olivia Beck
Grafik: Roswitha Fritsche

Premiere: 
29.11.18 um 10:00 Uhr

weitere Termine: 
6. / 14. / 20.12.18 jeweils um 10:00 Uhr


Hauptmanns-Klub 193,5
Wendenschloßstr. 103 - 105
12557 Berlin
Tel.: 030/65075483
www.stadttheater-koepenick.de


Montag, 27. August 2018

"Pettersson und Findus" - Sven Nordqvist

Pettersson ist ein freundlicher alter Mann und ein echter Erfinder und Selbermacher. Er lebt allein auf einem kleinen Bauernhof in Schweden. Allein? - Nein! Denn da ist ja noch Findus: der kleine, getigerte, neugierige, freche und vor allem sprechende Kater, der ganz schön viel Abwechslung in Petterssons Leben bringt.

So feiern die beiden Findus' Geburtstag gleich dreimal im Jahr, pflanzen Fleischbällchen im Gemüsebeet, verjagen ein Schwein und inszenieren einen echten Stierkampf.

Bei soviel Aufregung haben die dummen, weißen Hühner auf dem Hof natürlich immer jede Menge zu begackern, äh, besprechen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist nicht Eierlegen, sondern vielmehr, ihren geliebten Kaffeeklatsch zu halten. Zumindest solange, bis Findus wieder einmal gehörig dazwischen fährt; denn Hühnererschrecken ist und bleibt halt seine Lieblingsbeschäftigung.

"Die Abenteuer von Pettersson und Findus" verbindet die schönsten Geschichten der beliebten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind:
Wir finden's schön hier zusammen zu sein!


Premiere: 
- 14. Juli 2018 - 11 Uhr -
- Harzer Bergtheater Thale -


Hexentanzplatz 4
06502 Thale

Sonntag, 27. Mai 2018

DIN




Die Definition von normal ist echt merkwürdig. Es ist nichts Schlimmes dran, aber niemand möchte es sein...

Eine Stadt, die den Durchschnitt der gesamten Bevölkerung Deutschlands repräsentiert...

Um die eigene Farblosigkeit leugnen zu können, wäscht sie alles ab mit ihrem gleich-grau machenden Waschmittel...

Ich will nicht gut sein, schlecht sein. Ich will mehr sein...

Die Matrix ist überall...





- nach eigenen Texten -
- Idee, Entwicklung  Regie: Till Ernecke & Ensemble - Linda Glanz, Olivia Beck, 
Martina-Malte Rathmann, Paul Stiehler, Sharon Peschke, Nico Wiek, Ruben Heizmann -

- jtw Spandau - Gelsenkircher Str. 20, 13583 Berlin -

- Sa. 26. Mai 2018 - 18 Uhr & 20 Uhr -
- So. 27. Mai 2018 - 17 Uhr & 19 Uhr -


Donnerstag, 7. Dezember 2017

Das Labyrinth der Unerwünschten

Inspiriert von dem griechischen Mythos des Minotaurus möchte das Schattentheaterstück "Das Labyrinth der Unerwünschten" von Giacinto Compagnone den prekären Zustand des Anderen in der Gesellschaft thematisieren. Eine zeitgenössische Neuinterpretation des Minotaurus, der im Mythos ein stummer Antagonist der Gesellschaft ist, wird im Stück zum Hauptdarsteller. Der Fokus ist auf sein Innenleben und damit vor allem auf sein Gefühl der Entfremdung gerichtet, das das Wesen in seiner sprachlosen Einsamkeit kennzeichnet. Der Minotaurus stellt allgemein das Fremde dar, das als bedrohlich Wahrgenommene, mit dem jede Gesellschaft konfrontiert ist. 
Die Live Musik begleitet das Stück. Das Bühnenbild ist in Form von Videoanimationen realisiert.

Premiere: 6. 12. 2017 - 20 Uhr - ufaFabrik
Das Stück ist geeignet für Kinder ab 12 Jahre und Erwachsene.

Idee, Regie, Schattenspiel: Giacinto und Veronica Compagnone
Schauspielerin: Olivia Beck
Live Musik (Vibrafon): Anna Morley
Produtionleiterin: Alessandra Schio

Freitag, 6. Oktober 2017

Salz und Pfeffer


Zwei kleine Hunde kriechen aus ihrer Einsamkeit und finden sich. Einer ist ganz weiß und der andere ist komplett schwarz: Salz und Pfeffer.
Irgendwo treffen sie sich. Vielleicht genau dort, wo die Nacht endet und der Tag beginnt. Eine Freundschaft fängt an. Und das Entdecken des Anderen auch. Doch schwarz und weiß reichen ihnen nicht. Sie wollen Farben.

"Salz und Pfeffer" ist ein Schattentheaterstück über Freundschaft und über die Entdeckung der Welt. Für Kinder ab 2 Jahre. 
Gerne spielen wir für Sie im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Kindergeburtstag.


Zenobia Theater: 0176 78985438
compagnone.veronica@gmail.com